Der endgültige Titel von Ira Ebners "Neuem": "Das deutsche Spiel"

Ira Ebner
(Foto: Pinterest-Sammlung von Ira Ebner)

Eine kleine Kostprobe

Über den Baumwipfeln und den dahinter aufragenden Wolkenkratzern strahlte der Septemberhimmel in tiefem Blau. Nebeneinander gingen Gesa und Arne an den Grünflächen vorbei, wo sich andere Menschen zu einem Nachmittagspicknick trafen. An einem Stand kaufte sie eine Tüte Erdnüsse. Er betrachtete die Büsche und die Blumenbeete und die Felsen, die diesem Park etwas immer schon Dagewesenes verliehen. Der See glitzerte in der Sonne.

Arne setzte sich auf eine Bank und erwartete, dass sie dazukam. Gesa nahm neben ihm Platz, legte die Papiertüte auf ihrem Schoß ab. Spatzen und Finken flatterten herbei und sprangen im Staub umher.

„So könnte es immer sein“, sagte sie. „So wie die Felsen, die so aussehen, als seien sie ein Teil dieses Parks, dieser Stadt, dieses Tages und darüber hinaus. Es kommt mir so unwirklich vor, dass wir morgen schon wieder nach Deutschland zurückfliegen. Ich denke mir, wir sind hier, und alles andere ist nicht echt.“

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